BETTERGUARDS LITE

Die BG LITE ist der weltweit leichteste und schlankste Gelenkschutz – eine adaptive Sportbandage, die High-Performance-Technologie in minimalistisches Design überführt.

Die Berliner NBA Stars und Basketball-Weltmeister Franz und Moritz Wagner sowie der Berliner Ex-Nationalspieler Niels Giffey setzen in Training und Wettkampf auf Betterguards – und damit auf ein in Brandenburg entwickeltes Produkt, das weltweit Maßstäbe im intelligenten Gelenkschutz setzt.

Während klassische Orthesen Bewegungen einschränken und durch klobige Schienen anecken, verschmilzt bei der BG LITE die patentierte Betterguards-Mikrohydraulik unsichtbar mit einem eigens entwickelten Hochleistungs-Textil. Das Ergebnis: volle Bewegungsfreiheit im Alltag und beim Sport – und Schutz in Millisekunden, wenn das Sprunggelenk zu kippen droht.

Durch eine neue Generation des Mini-Adaptors und ein präzises Silikon-Bondingverfahren konnten 40 % Gewicht und über 30 % Bauhöhe eingespart werden – bei gleicher Schutzwirkung. Die Bandage ist frei von starren Bauteilen, ultraleicht, atmungsaktiv und intuitiv anlegbar.
Das Design folgt dem Prinzip form follows function: klare Linien, ergonomische Passform und textile Integration der Funktionselemente schaffen eine natürliche Ästhetik, die Spitzentechnologie elegant und alltagstauglich macht.

Entwickelt und gefertigt in Hennigsdorf (Brandenburg), vereint die BG LITE biomechanische Forschung, Materialinnovation und minimalistisches Produktdesign – und steht für eine neue Ära funktionaler Ästhetik: unsichtbar, adaptiv, ansprechend.

Wild Places, Quiet Spaces

In einer zunehmend urbanisierten Welt suchen immer mehr Menschen in der Natur einen Ausgleich zu ihrem hektischen Alltag. Camping hat sich dabei als eine beliebte Möglichkeit etabliert, wobei insbesondere Dachzelte eine der flexibelsten und komfortabelsten Unterkunftsformen darstellen.

Im Rahmen meiner Arbeit habe ich bestehende Dachzeltmodelle analysiert und ihre funktionalen Stärken sowie bauarttypischen Schwächen identifiziert. Ergänzend lieferten Nutzerbefragungen wertvolle Einblicke in konkrete Anforderungen und Problembereiche: Viele Teilnehmende berichteten von Unsicherheiten in herkömmlichen Dachzelten, insbesondere hinsichtlich Stabilität, Witterungsschutz und Schutz vor Fremdzugriffen. Zudem erwies sich die Nutzung auf dem Autodach in der Praxis häufig als einschränkend und unpraktisch.

Auf dieser Grundlage entwickelte ich ein Dachzeltkonzept mit festen, stabilen Wänden, das sowohl Schutz vor Kälte als auch vor ungebetenen Eindringlingen bietet, dabei jedoch leicht genug ist, um von zwei Personen problemlos abgenommen und auf dem Boden genutzt werden zu können. Durch die Kombination von Sicherheit, Mobilität und Komfort eröffnet das Konzept neue Nutzungsmöglichkeiten und entspricht den tatsächlichen Bedürfnissen der Nutzer deutlich besser als bisherige Lösungen.

Coded Threads

In Zusammenarbeit mit der Weberei Shimogawa Orimono widmet sich dieses Projekt dem Material Kukuri Ito – einem robusten Baumwollgarn, das bei der Herstellung von Kurume Kasuri, einem traditionellen japanischen Ikat-Textil, eine zentrale Rolle spielt. Die Technik basiert auf einem Reservierungsfärbeverfahren, bei dem Garnabschnitte vor dem Färben abgebunden werden, um charakteristische verschwommene Muster zu erzeugen. Traditionell aus indigogefärbter Baumwolle gefertigt, wird Kurume Kasuri heute noch in etwa 20 Werkstätten in der Region Kurume hergestellt. Diese kombinieren alte Techniken mit modernen Verfahren wie mechanischen Webstühlen, chemischen Farbstoffen und automatisierten Abbindemaschinen. Kukuri Ito (括り糸) spielt hier eine zentrale Rolle: Der Faden wird abschnittsweise um das Garn gewickelt, wodurch bestimmte Bereiche beim Färben ausgespart bleiben. Nach dem Entfernen tritt das codierte Muster im Gewebe hervor. Das verwendete Kukuri-Garn nimmt die Färbung des Musters an und macht den Herstellungsprozess in abstrahierter Form sichtbar. Lokal wird bereits über eine mögliche Weiterverwendung dieses Materials nachgedacht.

Ausgehend von der Ästhetik und Logik des Herstellungsverfahrens untersuche ich das gestalterische Potenzial von Kukuri Ito auf Jacquard- und Schaftwebstühlen mit Fokus auf die Anwendung im Interior Design. Das Projekt rückt ein oft übersehenes Nebenprodukt ins Zentrum und interpretiert traditionelles Wissen zeitgenössisch neu. Ziel ist es, kulturelles Handwerk als Impulsgeber für Gestaltung und Austausch sichtbar zu machen.

FRAGMENTS

Am Anfang die Zerstörung: Gipsformen werden gebrochen – mit Gewalt und durch Zufall. Aus diesen Fragmenten entsteht durch experimentelle Ansätze im traditionellen keramischen Gießen eine Serie skulpturaler Gefäße, die die Ästhetik von Zerstörung und Erneuerung erforschen. Jedes Stück trägt Spuren des Prozesses und fängt das fragile Gleichgewicht zwischen Ende und Neuanfang ein – wie ein Phönix, der aus der Asche steigt.

Das Zusammenspiel unregelmäßiger Oberflächen, scharfer Kanten und markanter Ecken verleiht den Objekten ihre charakteristische rohe Schönheit. Formen und Texturen entstehen durch die gezielte Zerstörung der Gipsformen und vereinen dabei sowohl Gewalt als auch Zufall. Geleitet von einem stark taktilen und experimentellen Ansatz wird jede Oberfläche individuell gestaltet, sodass unverwechselbare skulpturale Unikate entstehen.

Die Gefäße basieren auf einem modularen System: Einzelne Formelemente lassen sich frei stapeln und kombinieren und formen so unzählige einzigartige Konstellationen – so zahlreich und vielfältig wie die Sterne am Himmel.

“FRAGMENTS” hebt die Dynamik des Unfertigen hervor, in der jeder Bruch Teil des Ergebnisses ist. Gestaltung erscheint hier als fortwährender Prozess, der im Machen, Berühren und Erleben wurzelt – ein Dialog zwischen Hand, Material und Transformation.

(Realisiert im Rahmen meiner Bachelorarbeit an der Fachhochschule Potsdam)

Erscheinungsbild für Grünheide

Ein neues Erscheinungsbild für meinen Heimatort, Grünheide (Mark). So lautete die Herausforderung, der ich mich in meinem Praxissemester annahm. Nachdem ich mein selbstinitiiertes Vorhaben dem Bürgermeister vorschlug, konnte es mit einem ganzheitlichen Markenprozess losgehen.

Für mich galt es zu beweisen, dass Grünheide viel mehr ist als nur die „Tesla-Gemeinde“. Was macht also den wahren Charakter von Grünheide aus? In einem Markenworkshop mit einigen Mitarbeitern des Rathauses stellte sich heraus, dass Grünheide besonders eins ist: authentisch – das zeigt sich in den Werten familiär, verwurzelt, verbindend, stark oder gesund.

Als ich nach einer visuellen Entsprechung für diese Persönlichkeit suchte, war der Elefant bereits im Raum: die Schildkröte. Seit 1934 Wappentier von Grünheide, hat sich die Schildkröte fest im Ort verankert. Die entstandene Bildmarke greift die Anatomie des Tieres durch die geometrischen Formen auf, wobei der Panzer in der Form eines Sechsecks die 6 Ortsteile der Gemeinde widerspiegelt.

Ergänzt wird die Schildkröte durch ein tiefes Waldgrün kombiniert mit frischen Flieder-, Hellgrün- oder Orangetönen. Mit der ABC Prophet wird eine Headline-Schrift verwendet, die sich an die Geometrie der Schildkröte anschmiegt und für sich alleine ein Hingucker ist.

In Anwendung ergibt sich aus der Schildkröte als Gestaltungsidee ein flexibler Baukasten, der digital wie analog authentisch Grünheide ist.

tea please

Essen und Trinken bilden einen wesentlichen Bestandteil einer jeden Kultur. Sie formen unsere soziale Identität. Als rudimentärer Teil von Ritualen prägen sie Traditionen. Was wäre ein Geburtstag ohne den Klang aneinander stoßender Gläser? Was wäre ein Besuch ohne die Frage „Kaffee oder Tee?“ Indem wir Essen servieren und ein warmes Getränk anbieten, drücken wir unsere Gastfreundschaft und Fürsorge aus – es ist ein Ausdruck des Willkommenseins, des Ankommens, ein Ausdruck von Zugehörigkeit und Gemeinschaft. Gemeinsames Essen ist mehr als nur Essen. Wenn wir essen, kommen wir zusammen, wir kommunizieren, wir teilen – meistens begleitend: Keramik.
Die Teekanne verkörpert das Ritual des Zusammenkommens. Sie ist der Mittelpunkt des Geschehens und bleibt doch im Hintergrund. Bei einer guten Teekanne sind einige gestalterische Aspekte von Bedeutung. Wichtig ist die Tülle, die gut ausgießt und nicht tropft. Von Bedeutung ist der Henkel. Liegt er gut in der Hand? Ist das Gewicht der Kanne ausgeglichen, sodass sie sich gut anheben lässt? Und nicht zuletzt, wie kommen all diese Aspekte ästhetisch gesehen zusammen? Die Kanne „tea please“ vereint all das, fällt auf der einer Seite durch ihr Design auf und hält sich doch mit der angenehmen Nutzung im Hintergrund.

Between Animals

Tiere sprechen nicht – und vielleicht denken wir deshalb nie darüber nach, wie eine Kakerlake ihren Alltag erlebt oder wie es sich für einen Wurm anfühlt, von einem Haken durchbohrt zu werden.

Between Animals überwindet die Grenzen der Sprache und visualisiert mithilfe von Comic-Zeichnungen Perspektiven jenseits von Worten. Jede Doppelseite zeigt jeweils eine Tierart, die mit einer in der Seitenfolge vorangehenden oder nachfolgenden Lebensraum oder Gewohnheiten teilt. Menschengemachtes ist allgegenwärtig, Menschen stehen aber nicht im Zentrum. Jedes Umblättern ergibt einen Perspektivwechsel: ein Einblick in eine mehr-als-menschliche Welt.

Durch die bewusste Reduktion auf Schwarz-Weiß und den Verzicht auf Sprache entsteht eine nüchterne, zugleich eindringliche Bildsprache. Sie verweigert Romantisierung und anthropomorphe Deutung und fordert dazu auf, Tiere als eigenständige Wesen wahrzunehmen. Das Buch verbindet künstlerische Illustration mit politischem Anspruch: Es sensibilisiert für interspezifische Beziehungen und verweist auf die enge Verflechtung menschlicher und nicht-menschlicher Lebenswelten in Zeiten ökologischer Krisen.

Kartenspiel Sozialzufall

Der Name des Kartenspiels „Sozialzufall“ steht dafür, dass die Platzierung auf der sozialen Aufstiegsleiter erst einmal Zufall ist. Ob arm oder reich geboren, mit welchem Geschlecht, sexueller Orientierung und kulturellem Hintergrund, entzieht sich dem persönlichen Einfluss. Es ist eine Lotterie… bei der nicht alle das große Los ziehen können. Die 35 Spielkarten thematisieren Ereignisse im Leben privilegierter und nicht privilegierter Menschen. Ob großes Erbe oder Studienkredit, Beförderung oder unbezahlte Sorgearbeit – wer im Licht und wer im Schatten steht, entscheidet oft der Zufall. Daher ist Sozialzufall ein Glücksspiel, das in erster Linie ins Gespräch, aber auch Spaß und Unterhaltung bringt. Auch wenn am Ende klassisch Punkte gezählt werden, gewinnen alle: neue Einsichten und wertvoll verbrachte Zeit. Spielen bringt uns zusammen. Manche Themen sind hoch emotional und polarisieren. Im Spiel begegnen wir ihnen eher mit einem Augenzwinkern. Das Spiel ist ab 16 Jahren spielbar, dauert etwa zehn bis 35 Minuten und kostet 14,90 €. Erhältlich ist es in ausgewählten Potsdamer Buchläden und online unter https://sozialzufall.de/.

Buch “Die Macher der Tuche”

Die Geschichte vom Aufblühen & Verschwinden des alten Handwerks aus Forst in der Lausitz verwoben mit dem Schicksal einer Tuchmacherfamilie der Stadt UND * Die Entdeckung einer Langsamen Mode gegen Fast Fashion

Alles begann mit Fäden, gewonnen aus Flachsfasern oder Schafwolle, verwoben durch Kette & Schuß zum ersten Tuch der Welt.

​Das Weben zählt zu den ältesten Handwerkskünsten der Menschheitsgeschichte. Ohne ein Gewebe gäbe es keine Kleidung, die uns schützt & Ausdruck des eigenen Selbstbildes sowie des gesellschaftlichen Status’ ist. Über diese uralte Tradition der Tuchmacherei erzähle ich am Beispiel der Geschehnisse meiner Heimatstadt Forst (Lausitz), einst eine berühmte Tuchmacherhochburg. Dabei verwebe ich sie mit dem rund 250 Jahre langen Schicksal meiner Tuchmacherfamilie, für die vor allem das 20. Jahrhundert eine Zeit stetiger Verluste & Neuanfänge darstellte – bis hin zu den Schwierigkeiten als Privatunternehmer während der Ära DDR mit der 1972 erfolgten Verstaatlichung & des politischen Umbruchs ab 1989. Zurück blieben die backsteinroten Fabrikruinen mit ihren herrschaftlichen Villen, die von einer glorreichen Vergangenheit zeugen. Die geschichtliche Einbettung in die gesellschaftlichen, politischen, ökonomischen & soziologischen Hintergründe Deutschlands vervollständigen mein Werk zu einem Jahrhunderte langen Panorama der tuchmacherischen Entwicklung von Forst.

Ein Ausflug in die Welt der Tuchmacherei als Hommage an ein unverzichtbares Handwerk & als Plädoyer für Nachhaltigkeit, Langlebigkeit & Zeitlosigkeit unserer kostbaren Zweiten Haut, der Kleidung.

DOPPELHORN

Wir sind DAHLEDOHR – zwei Studienfreunde, die ihre Leidenschaft für Musik, Gestaltung und Technik teilen. Als junge Produktdesigner und Audio-Enthusiasten haben wir uns gefragt: Warum steckt der Audiomarkt oft fest zwischen altbackener HiFi-Romantik und oberflächlichen, gierigen Designentscheidungen?

Aus dieser Unzufriedenheit heraus entstand unser eigener Ansatz: Lautsprecher, die funktional, vielseitig und zugleich ästhetisch sind – von Hand aus ehrlichen, unkomplizierten Materialien gefertigt und zu einem Preis, der keine leeren Versprechen macht. Transparenz und Zugänglichkeit stehen für uns an erster Stelle.

Mit unserem Debütprodukt DOPPELHORN präsentieren wir eine kompromisslose Verbindung aus Tradition und Innovation. Inspiriert von klassischer Lautsprecherentwicklung und globaler Soundsystem-Kultur kombinieren wir einen 10-Zoll-Tieftöner in einem horngeladenen Bassreflexgehäuse mit einem externen Horntreiber.

Das Einsatzspektrum reicht vom Wohnzimmer über Cafés bis hin zur Tanzbar. Die speziell entwickelten 3D-gedruckten Hörner kontrollieren die Schallabstrahlung und reduzieren störende Umgebungsreflexionen – ein technisches Detail, das die Akustik verbessert und die Raumintegration erleichtert.
Wir haben das Gehäuse zudem an allen Seiten mit M20-Gewinden ausgestattet. So lässt sich das System flexibel ausrichten und anpassen – ein simples Baukastenkonzept für diverse Nutzungsszenarien. Auch Reparierbarkeit und Erweiterbarkeit sind an dieser Stelle hervorzuheben.

Mit DAHLEDOHR möchten wir zeigen, dass junges Produktdesign im Audiobereich neue Wege gehen kann.