Preisträger 2019 | Produktdesign | Tone in Stone warm matters – material affairs

Young Professional 2019 in der Kategorie: Produktdesign

‚Heitt‘ Tone in Stone warm matters – material affairs

Eingereicht von Daniela Pusch, Fachhochschule Potsdam, Studiengang Produktdesign




Seit Menschen denken lieben sie die Wärme.

Sie ist für uns nicht nur Glücksspender, Mittel für Wohlbefinden, Behaglichkeit und Geborgenheit, sondern auch Lebensretter in den für uns zu kalten Regionen der Erde.

Sie weckt in uns Gefühlsveränderungen und wirkt heilend. Sonne und Feuer sind die wohl beiden ältesten Wärmespender und der Mensch hat im Laufe der Zeit zahlreiche Methoden entwickelt, um sie effektiv nutzen zu können.

Ein warmes Bett gilt damals wie heute als ein Ort der Rehabilitation. In den kalten Jahreszeiten legt man sich wärmere Kleidung an, setzt Wärmequellen, wie die Wärmflasche oder Fuß – und Handwärmer ein, heizt Räume mit Öfen und Kaminen oder schaltet einfach die Heizung ein. Zu den Raum,- Körper,- und Bettwärmern gehörten schon früher mitunter handwerklich sehr aufwendig sowie kunstvoll gefertigte Objekte aus verschiedensten Gesteinsarten, Metallen und Keramiken die zunehmend in Vergessenheit geraten. Doch wärmen uns längst nicht alle Heizgeräte optimal oder sind so schlecht im Gebäude positioniert, dass wir oft entweder überhitzt sind oder frieren müssen.

Keramik zählt mit Speckstein noch heute zu den bekanntesten und optimalsten Wärmeleitern und -speichern. In Form von keramischen Wärmegeräten wurden diese Rohstoffe bisher aufgrund ihrer hohen Dichte, ihres Eigengewicht und ihrer Festigkeit, dadurch schwer und massiv, eher stationär und fest im Wohnraum verankert und sind bereits zum größten Teil aus unserer Umgebung durch metallische Heizgeräte bzw. unsichtbare Einbaulösungen verdrängt. Sie verschwinden formal immer mehr aus unserem Bewusstsein.

Dieses Konzept konzentriert sich auf autarke Infrarot-Wärmemöglichkeiten – Körperwärmer und Flächenheizer für Hand und Fuß. Diese Wärmetechnik ist den meisten Menschen weitestgehend noch unbekannt oder gar mit Vorurteilen behaftet. Das Konzept soll die Menschen näher an diese Technik heranführen und damit eine breitere Akzeptanz und Attraktivität erzeugen. Es soll eine Brücke bilden zwischen altbekannten Materialien und neuer Technik sowie sich generationsübergreifend an die heutige Lebensweise anpassen und sich in die Nutzungsbedürfnisse der Menschen integrieren.